HERMANN SUTER

28.4.1870 – 22.6.1926

 

Biographie

Werkverzeichnis

Diskographie

 

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BIOGRAPHIE

 

Der Komponist, Dirigent und Organist Hermann Suter wurde am 28. April 1870 in Kaiserstuhl (Aargau) als Sohn eines Lehrer und Organisten geboren. Seine Jugend verlebte er in Laufenburg, wo der Vater ihm ersten Musikunterricht erteilte. 1884 bezog Suter das humanistische Gymnasium in Basel und wurde von Hans Huber und Alfred Glaus unterwiesen. Ab 1888 vervollkommnete er seine Ausbildung an den Konservatorien in Stuttgart (Faisst) und Leipzig (Reinecke). 1892 liess sich Suter in Zürich nieder und leitete Chöre in Uster, Schaffhausen und Wiedikon, ehe er 1894 Organist in Zürich-Enge wurde und zwei Jahre später auch Lehrer am Zürcher Konservatorium. 1902 fand Suter seinen endgültigen Wirkungskreis in Basel, wo er gleichzeitig Dirigent der Allgemeinen Musikgesellschaft wie des Gesangvereins und der Liedertafel, sowie Lehrer am Konservatorium wurde. Dessen Direktor wurde er von 1918 bis 1921 als Nachfolger von Hans Huber. Eine schwere Erkrankung zwang ihn 1925 zum Rücktritt von sämtlichen Ämtern und führte zu seinem Tode am 22. Juni 1926 in Basel.

Suter zählte zu den einflussreichsten Schweizer Musikerpersönlichkeiten des frühen 20. Jahrhunderts und erwarb sich zahlreiche Verdienste als Vizepräsident des Schweizerischen Tonkünstlervereins wie als Förderer der zeitgenössischen Musik. Als Komponist ist Suter heute leider weitgehend vergessen. Zu Lebzeiten waren besonders seine Sinfonie d-moll, op.17, das Adolf Busch gewidmete Violinkonzert A-dur, op.23 sowie sein Oratorium Le Laudi di San Francesco d‘ Assisi, op.25 vielgespielt. Ferner verdienen seine Streichquartette, darunter vor allem das in G-dur, op.20 Amselrufe mehr Beachtung. Sein Stil stand anfänglich in der Nachfolge von Hans Huber, öffnete sich in seinen reifen Werken jedoch zunehmend impressionistischen Einflüssen und verrät eine durchaus eigenständige Handschrift.

LITERATUR: W.Merian: Hermann Suter. 2 Bde. Basel 1936.

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WERKVERZEICHNIS (AUSWAHL)

 

Vokalwerke:

St. Jakob an der Birs, Festspiel op.13

Musik zum Riehener Festspiel, op.24

Die erste Walpurgisnacht, Kantate o.op. (1910)

Le Laudi di San Francesco d‘ Assisi, Oratorium op.25

Chorlieder opp. 3, 6, 7, 9, 11, 14, 16, 19, 27

Lieder und Duette opp. 2, 8, 12, 15, 22

Instrumentalwerke:

Streichquartett D-dur, op.1

Streichquartett cis-moll, op.10

Sinfonie d-moll, op.17

Streichsextett C-dur, op.18

Streichquartett G-dur, op.20 Amselrufe

Violinkonzert A-dur, op.23

Orgelsonate D-dur, o. op. (1889)

 

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DISKOGRAPHIE

 

Le Laudi di San Francesco d‘ Assisi, op.25 -

Deutsch Harmonia Mundi HM 1015-2;

Migros-Genossenschaftsbund MGB 6 105

 

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Letzte Aktualisierung: 18. Februar 2011 .